Die Bootsfahrschule
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NAUTISCHE BEGRIFFE

Wir müssen uns auf dem Schiff jederzeit klar verständigen können. Dazu benötigt es genauer Angaben über eine Position auf dem Boot. Dazu gehören "Bug", "Steuerbord", "Backbord" und "Achtern".

Weitere wichtige Begriffe sind die Elemente eines Segelschiffs. Es sind Begriffe, die bei der Theoretischen Prüfung für den Schiffsführerausweis von Relevanz sind. Und spätestens dann, wenn Sie das erste Mal auf einem Segelboot aktiv mitfahren, oder Ihr Segelschein machen wollen, dann sind solche Begriffe von grosser Wichtigkeit. 

Und schliesslich sollte ein Schiffsführer, eine Schiffsführerin mitteilen können, in welcher Lage sich das Boot befindet und woher der Wind kommt, etc. Hier also noch mehr Begriffe dazu:

Die Begriffe "Luv" und "Lee" sind überaus wichtig in der Handhabung mit den Segeln. Man spricht hier auch von der "Luv-Seite" oder der "Lee-Seite". Nebst dem Spept des Segel-Handlings kommt noch hinzu, dass die beiden Begriffe auch für die Vortrittsregeln von grosser Relevanz sind.

Auch für die Neigung des Schiffes verursacht durch den Druck des Windes auf die Segel existiert ein Begriff. Man spricht in diesem Zusammenhang von der Krängung.

Kommen wir zu den Motorbooten. Die Positionen wie Steuerbord und Backbord sind genau gleich. Beim hinteren Teil des Boots spricht man hier aber nicht vom Spiegel, wie beim Segelboot, sondern vom Heck. Wegen dem fehlenden Mast, wird hier das weisse Rundumlicht weiter unten angebracht.

Beide Bootstypen sowohl das Segelboot wie auch des Motorboot haben eine Bilge, also der unterste Teil des Rumpfes. Das ist auch der Ort, wo sich eine Flüssigkeit ansammeln wird. Deshalb wird an dieser Stelle eine Bilgenpumpe angebracht. Es ist auch der Ort, wo sich gefährliche Gase ansammeln können, z.B. bei einem Benzin-getriebenen Motorboot. Beim Sicherheits-Check ist die Bilge somit eines der wichtigsten Check-Punkte.

Schiffe sind allgemein teuer, grosse Schiffe besonders. Sie werden im Hafen mit Seilen (Taue) festgemacht (vertaut). Die Taue werden aber nicht straff gezogen, denn sonst würde immer Spannung auf den Seilen sein und sie würden irgendwann reissen. Sie sind so angezogen, dass das Boot noch etwas "Spiel" hat. Es kann sich also seitlich und längsseits ein wenig bewegen. So kann der Strömung und dem Wind Rechnung getragen werden. Wenn die Schiffe aber dicht nebeneinander angelegt sind, dann kann es schon mal vorkommen, dass das Eine mit dem Anderen in Berührung kommt. Damit dabei keine Schäden entstehen, werden sogenannte Fender seitlich montiert. Solche Fender kann man auch benutzen, um beim seitlichen Anlegen an einen Steg den Schiffsrumpf vor Kratzer zu schützen.

Motorboote haben eine grosse Variation an Antriebsarten. Jede Antriebsart hat seine Stärken und Schwächen. Als Schulboot eignen sich nicht alle Antriebsarten, weil die Manöver nicht mit allen Antriebsarten gleich gut gelingen, bei unerfahrenen Schiffsführer/innen. Als Anfänger eigenen sich der Aussenbord-Motor und der V-Antrieb. Diese Begriffe werden an der Theoretischen Schiffsführerprüfung Kat. A und D geprüft.

Das Schwojen ist das seitliche Ausschwenken eines Bootes, welches am Anker liegt. Das Ausschwenken kommt vom Wind und / oder vor der Strömung. Berechnet man den Schwojenkreis nicht ein, kann es vorkommen, dass das Boot, womöglich noch inmitten der Nacht, unbemerkt an einem ganz anderen Ort steht, als man das Ankermanöver gemacht hat. Deshalb darf im Schwojenkreis kein Hindernis existieren. 

Es sind nicht viele Knöpfe, aber die paar wenige die müssen absolut sitzen. Ein 16-Meter Motorboot wiegt gern mal 30 - 40 Tonnen. Die Klampe und der dazugehörende Knoten "Kopfschlag" genannt, halten also im schlimmsten Fall tonnenweise Gewicht. Wenn hier der Knopf falsch ist, dann haben wir ein sehr grosses Problem. Also, den Knopf immer wieder üben, vor allem wenn die Bootssaison wieder frisch beginnt. Für solche Fälle hätten wir auch Refresher-Kurse

Der Begriff "Abwettern" ist für sich selbstredend. Wir hoffen aber, dass Sie ihn nicht so oft benützen müssen...

Und da wir schon beim Wetter sind, dann legen wir hier oben noch die Beaufort-Skala hin. Diese Skala wird spätestens dann beim praktischen Segelkurs relevant, wenn etwa der Prüfungsexperte fragt, wie viel Beaufort Wind aktuell herrscht.