Die Bootsfahrschule
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KURSAUFBAU HOCHSEE-THEORIEKURS

Der Hochsee-Theoriekurs unserer Bootsschule dauert 12 Abende. Es sind an jedem Abend zwei Lektionen geplant. Auf diese Weise dauert ein Hochsee-Theoriekurs 3 Monate. Unsere Bootschule bietet aber auch eine Intensiv-Kurs-Variante. Dabei haben Sie zwei mal die Woche Unterricht und das während 6 Wochen. Auf Wunsch können wir noch intensivere Kursformen anbieten, dabei werden die Termine individuell geplant und durchgeführt. Jeder Kursabend oder Kursblock hat ein unterschiedlicher Schwerpunkt. Es sind an der Hochsee-Theorieprüfung 17 Kartenaufgaben und 4 Gezeitenaufgaben zu lösen. Zudem werden Wissensfragen gestellt. Die Lektionenblöcke im Hochsee-Theoriekurs werden wie folgt durchgeführt:


Nautische Begriffe, Ausbildungsmaterial,  Kursablauf, Hochsee-Theorieprüfung, erste Kartenaufgaben, Auszug aus dem "Admirality List of Lights and Fog Signals", Tragweite eines Leuchtfeuers, das "Luminus Range Diagram" 


Kartenaufgaben, bestimmen Magnet-Kompasskurs unter Berücksichtigung des Windabdrifts, Kurs über Grund unter Berücksichtigung der Windabdrift,  Informationen zu den Gezeiten und Bestimmung der Gezeiten anhand der Karte, Bestimmung  des Magnetkompasskurses unter Berücksichtigung von Strom und Windabdrift, Online-Prüfungsplattform wird vorgestellt.


Bestimmung der Fahrt durchs Wasser, Bestimmung des Am-Wind-Wendepunktes unter Berücksichtigung der Windabdrift, Ortsbestimmung mittels zwei Radarpeilungen und der Angabe des Magnetkompasskurses, Bestimmung der eines Leuchtfeuers aus einer gegebenen Position, Repetition.


Position durch eine Objektpeilung und der Angabe der Wassertiefe, berechnen der Fahrtdauer mit einer vorgegebenen Fahrt durchs Wasser, Kurs über Grund mit der Berücksichtigung des Stromes, Repetition.


Bestimmung des Kurses über Grund unter Berücksichtigung von Wind und Strom, Bestimmung von Kurs über Grund mit Berücksichtigung des Stromes, Ortsbestimmung mittels zwei Radar-Abstandsmessungen, Bestimmung der Position durch Doppelpeilung mit dem Handpeilkompass, Übungen.


Prüfung Kartenaufgaben, Besprechung der Prüfung.



Gezeitenaufgaben, Bestimmung der Wassertiefe in der Nähe eines Bezugsortes auf der Karte aufgrund einer Lotung zu einer bestimmten Zeit.


Gezeitenaufgaben, Bestimmung der Zeit bis zu welcher es möglich ist, eine Untiefe in der Umgebung eines Anschlussortes (z.B. eines Hafens) zu überqueren, Bestimmen der Wassertiefe mit einem Echolot beim passieren einer Tiefenlinie in der Nähe eines Anschlussortes (z.B. eines Hafens) , notwendige Wassertiefe für das Ankern in der Nähe eines Hafens, um bei Niedrigwasser noch aufzuschwimmen.


Repetieren und üben aller Gezeitenaufgaben.


Prüfungssimulation aller Gezeitenaufgaben, Prüfungsbesprechung.


Navigation, Schiffsführung, Seemannschaft, Meteorologie, Rechtsfragen, Medizin an Bord


Generalprobe, komplette Prüfungssimulation.

Kursablauf Hochsee-Theorie im Detail


Der erste Hochsee-Theorieblock befasst sich erst einmal mit nautische Begriffe, dem Ausbildungsmaterial und Kursablauf, dem Ablauf der Hochsee-Theorieprüfung, der Dauer und dem Aufbau der Skipper-Theorieprüfung und wir lösen schon erste Kartenaufgaben. Wir fangen an mit der Bestimmung des Abstandes zu einem Objekt mittels Radarpeilung (Kartenaufgabe Typ 1). Dann widmen wir uns der Bestimmung der Entfernung eines Leuchtfeuers bei Erscheinen am Horizont bei klarem Wetter (Kartenaufgabe Typ2). Dabei können wir erstmals mit einem Auszug aus dem "Admirality List of Lights and Fog Signals" arbeiten. Wir lernen mit der Karte 1 zu arbeiten. Schliesslich bestimmen wir die Tragweite eines Leuchtfeuers bei unsichtigem Wetter, bei dem wir uns auf das "Luminus Range Diagram" stützen (Kartenaufgabe Typ 3). Wir üben die Arbeit mit diesen nautischen Hilfsmitteln indieviduell und in der Gruppe. 



Im zweiten Hochsee-Theoriekurs-Block beschäftigen wir uns mit weiteren Kartenaufgaben. Wir bestimmen den Magnet-Kompasskurs unter Berücksichtigung des Windabdrifts (Kartenaufgabe Typ 5). Zudem bestimmen wir den Kurs über Grund unter Berücksichtigung der Windabdrift (Kartenaufgabe Typ 7). Und schliesslich gehen wir auf der Karte nachschauen, welche Informationen zu den Gezeiten enthalten sind und wie sie zu interpretieren sind. Wir lösen noch die Bestimmung der Gezeiten anhand der Karte (Kartenaufgabe Typ 6). Als letzte grössere Aufgabe gehen wir an die Bestimmung  des Magnetkompasskurses unter Berücksichtigung von Strom und Windabdrift (Kartenaufgabe Typ 4). Die Online-Prüfungsplattform unserer Bootsfahrschule wird vorgestellt, damit jede Person auch zu Hause individuell üben und sich testen kann.



Der dritte Kursblock im Hochsee-Theoriekurs unserer Bootschule widmet sich den anspruchsvolleren Kartenaufgaben. Wir fangen ganz harmlos an mit der Bestimmung der Fahrt durchs Wasser (Kartenaufgabe Typ 8). Danach widmen wir uns der Bestimmung des Am-Wind-Wendepunktes unter Berücksichtigung der Windabdrift (Kartenaufgabe Typ 9). Hier sollte man schon sehr konzentriert sein, denn ohne Anleitung und Erklärung des Instruktors ist es schwierig, die Zusammenhänge zu verstehen. Es kommt jetzt Schlaf auf Schlag: Weiter mit der Ortsbestimmung mittels zwei Radarpeilungen und der Angabe des Magnetkompasskurses (Kartenaufgabe Typ 10). Als Auflockerung machen wir dann die Bestimmung der eines Leuchtfeuers aus einer gegebenen Position (Kartenaufgabe Typ 11). Danach kommt vorerst kein neuer Stoff dazu. Die Hochsee-Theorieprüfung will ja erfolgreich abgeschlossen werden, deshalb: Zuerst muss alles nochmals repetiert werden, vor allem in der Gruppe und individuell geübt werden. Unsere Online-Prüfungsplattform prüft permanent das erworbene Wissen und signalisiert uns, wer individuelle Schwierigkeiten hat und wo wir helfen können.



Der Vierte Hochsee-Kursblock enthält wieder neue nautische Theorie. Nach dem Besprechen allfälliger Verständnisprobleme aus den individuellen Kartenaufgaben und der wöchentlichen Online-Prüfung als Repetition, widmen wir uns neuen Kartenaufgaben: Wir bestimmen die Position durch eine Objektpeilung und der Angabe der Wassertiefe (Kartenaufgabe Typ 12). Dann berechnen wir die Fahrtdauer mit einer vorgegebenen Fahrt durchs Wasser (Kartenaufgabe Typ 14). Wir bestimmen weiter den Kurs über Grund mit der Berücksichtigung des Stromes (Kartenaufgabe Typ 16). Und dann kümmern wir uns wieder der Repetition und der Übung in der Gruppe und individuell.



Dieser Teil des Hochsee-Theoriekurses ist den etwas anspruchsvolleren Kartenaufgaben gewidmet. Wir beginnen wir jedes Mal mit der Besprechung der individuellen Übungsaufgaben und der Repetition der Hochsee-Theorie aus dem letzten Block. Danach gehen wir an die Bestimmung des Kurses über Grund unter Berücksichtigung von Wind und Strom (Kartenaufgabe Typ 15). Dann lösen und besprechen wir die Bestimmung von Kurs über Grund mit Berücksichtigung des Stromes, eine etwas einfachere Aufgabe (Kartenaufgabe Typ 16). Schliesslich erstellen wir eine Ortsbestimmung mittels zwei Radar-Abstandsmessungen (Kartenaufgabe Typ 17). Dies ist ebenfalls eine etwas einfachere Aufgabe. Und dann sozusagen als krönender Abschluss dieses Blockes nehmen wir uns die Bestimmung der Position durch Doppelpeilung mit dem Handpeilkompass vor (Kartenaufgabe Typ 13). Diese letzte Aufgabe gibt meistens etwas Probleme und muss gründlich besprochen und geübt werden.



Wir sind in der Halbzeit des Hochsee-Theoriekurses angekommen. In diesem Kursblock wird jetzt die gesamte Kartentheorie nochmals als echte Prüfung repetiert. Anhand einer echten Prüfungssimulation kann unsere Bootsschule ermitteln, wo bei den Kursteilnehmer/innen noch Wissenslücken oder Verständnisprobleme existieren. Die Hochsee-Prüfungssimulation wird sofort besprochen. Für diesen Block brauchen wir etwas mehr Zeit als die üblichen zwei Lektionen. Deshalb wird dieser Termin mit der Klasse im Vorfeld genau geplant.



Der Hochsee-Theoriekurs kommt jetzt in eine neue Phase. Es werden die Gezeitenaufgaben behandelt. Es sind zwar nur vier Aufgabentypen, aber Fehler können sich gerne einschleichen. Wie bei den Kartenaufgaben ist auch hier die grösste Sorgfalt bei der Lösung der Aufgaben nötig. Die kleinste Unachtsamkeit oder Ungenauigkeit kann zur Verfälschung des Resultates kommen. Zuerst wird erklärt, wie es überhaupt zu den Gezeiten kommt. Wie und welche Kräfte wirken zusammen bei einer Gezeit und warum sind die Pegelstände unterschiedlich im verlauf der Tage, Wochen und Monate. Wir starten mit der etwas einfacheren Bestimmung der Wassertiefe in der Nähe eines Bezugsortes auf der Karte aufgrund einer Lotung zu einer bestimmten Zeit (Gezeitenaufgabe Typ 1). Für diesen Block ist es genug, weil die Gezeiten-Theorie lange dauert und gut verstanden werden will.



Der Hochsee-Theoriekurs ist auf seiner Zielgerade. In diesem Kursblock werden die drei restlichen Gezeitenaufgaben behandelt. Zuerst wird die Bestimmung der Zeit bis zu welcher es möglich ist, eine Untiefe in der Umgebung eines Anschlussortes (z.B. eines Hafens) zu überqueren (Gezeitenaufgabe Typ 2). Ein sehr nützliches Wissen, wenn Sie in Gegenden unterwegs sind, mit starken Schwankungen der Tiden. Dann bestimmen wir die Wassertiefe mit einem Echolot beim passieren einer Tiefenlinie in der Nähe eines Anschlussortes (z.B. eines Hafens) (Gezeitenaufgabe Typ 3). Und schliesslich bestimmen wir noch die notwendige Wassertiefe für das Ankern in der Nähe eines Hafens, um bei Niedrigwasser noch aufzuschwimmen (Gezeitenaufgabe Typ 4). Dies ist zwar eine sehr nützliche Aufgabe, allerdings bereitet sie regelmässig Probleme bei den Übungen und an der Prüfung. Deshalb wird dieser Aufgabe besondere Aufmerksamkeit gewidmet.



Der Hochsee-Theoriekurs kommt in seine Schlussphase. In diesem Block repetieren wir alle Gezeitenaufgaben, insbesondere die Aufgabe des Typs 4. Wir festigen das Wissen und Können in der Gruppe und individuell. Der Theorie-Teil der Gezeiten- und der Kartenaufgaben ist mit diesem Lernblock abgeschlossen. Der Schwierigste Teil ist jetzt gemacht. Natürlich muss das Ganze jetzt gefestigt werden und immer wieder bei neuen Ausgangslagen und Situationen geprüft werden.

 


Die Hochsee-Theorie ist ab jetzt vor allem zu repetieren und zu üben. Deshalb schalten wir in diesem Block eine echte Prüfungssimulation ein. Alle Gezeitenaufgaben werden als echte Prüfung durchgeführt und gleich im Anschluss besprochen. Die wöchentlichen individuellen Online-Prüfungen, die Repetitionen in den Kursblöcken und die Besprechung der Aufgaben in der Klasse müssten zu diesem Zeitpunkt ein gutes Wissen der nautischen Theorie erzielt haben. Die Hochsee-Theorie muss jetzt nur noch durch Einzelthemen ergänzt werden.

 


Dieser Lernblock des Hochsee-Theoriekurses befasst sich mit den folgenden Einzelthemen:

  • Navigation, Schiffsführung
  • Seemannschaft
  • Meteorologie
  • Rechtsfragen
  • Medizin an Bord

Diese Hochsee-Theorie wird nicht von uns abgefragt. Die Lernunterlagen unserer Bootsschule sind für diese Wissensfragen hervorragend konzipiert. Bei Unverständnis oder Lernschwierigkeiten in einzelnen Gebieten werden wir selbstverständlich Unterstützung anbieten. 


 


Der letzte Kursblock unseres Hochsee-Theoriekurses ist der Generalprobe gewidmet. An diesem Termin werden wir eine komplette Prüfungssimulation durchführen. Nun sind nicht nur Wissen und Methodik wichtig, sondern auch das Zeitmanagement. Sind die Kursteilnehmer in der Lage, neue nautische Situationen und Fragestellungen auf die Lösungsansätze zu übertragen die sie von vorher kennen? Haben die Kursteilnehmer die Zeit im Griff? Können Sie die Aufgaben priorisieren? Haben Sie eine gute Prüfungsstrategie? Dieser Kursblock ist die optimale Vorbereitung auf die echte Prüfung. Wer hier besteht, kann mit einem guten Gefühl an die echte Hochseeschein-Prüfung. Und wir haben einige begeisterte Leute mehr auf das Meer gebracht.


Übrigens: Nach dem Hochsee-Theoriekurs gehört das Meer immer noch nicht uns. Wir werden noch die nautische Praxis benötigen, welche an den sogenannten "Meilentörns" gefestigt wird. Wir haben ein breites Angebot von interessanten und preisgünstigen Praxisreisen (Meilentörns) mit offizieller Schweizer Anerkennung und ohne versteckte Kosten. Interessiert? Hier lang: